Ein Abend voller Hollywood Stars
Gala-Kappensitzung des Karnevalsvereins Die Daaler
 
Die grün-weiße Garde mit Elferratspräsident Ralf Beckhäuser

Geehrt wurden Inge Heinrich, Jennifer Stark und Elke Rothhaar (von links)

Jugendmariechen Kimberly Gilges zeigte einen tollen Tanz.

Nachwuchstalent „Es Lienche“ (Pasquale Seger) fühlte sich zwar nicht als Hollywoodstar aber als Star der Daaler.

Ihre angeblich letzte Büttenrede hielt in dieser Session Brigitta Theis.

Die gemischte Showtanzgruppe „Wilde 13“ ließ die Puppen tanzen.

Trainerinnen
  • Elke Beckhäuser und Iris Körner (Minis und Jugendgarde)
  • Tatjana Paulus (Jugend-Mariechen Lisa Bastian und Kimberly Gilges und Juniorenmariechen Romina Groß und Nathalie Bungert)
  • Christine & Christel Schneider, Bianca Völker (Jugendschautanzgruppe)
  • Manuela Fundinger, Sandra Bastian und Silke Jung (Juniorengarde und Schautanz)
  • Kirsten Krauser und Isabelle Szumlinski
  • (Aktivengarde und Schautanz)
  • Die „Wilde 13“ trainiert sich selbst
  • Ramona Buljevic und Arianne Edelmann (Männerballett)
  • Elke Beckhäuser (Entengarde)
Die Akteure des KV Die Daaler aus Neunkirchen standen während ihrer ersten Sitzung im Bürgerhaus ganz im Glanze der Hollywoodstars. Gemäß dem Sessionsmotto „Hollywood für Stars – Daaler Faasenacht macht Spaß!“ hatten sich der Elferrat, deren Präsident und erster Vereinsvorsitzender Ralf Beckhäuser sowie die Schautänzer in glamouröse und farbenfrohe sowie durchaus schöne filmtaugliche Kostüme gehüllt.

Sehr früh im Jahr hat diesmal die Faasenacht begonnen und so wird auch alles sehr schnell wieder vorbei sein. Der Stimmung schadete diese Tatsache nicht, was allein schon an den vielen tollen Kostümierungen im Publikum zu erkennen war. Eröffnet wurde die Sitzung, wie es bei den Daalern so Tradition ist, mit dem Schautanz der Minigarde. Als kleine Strolche verkleidet huschten und hüpften die Kleinen goldig über die Bühne und waren ganz stolz ein Teil der großen Show zu sein.
Der obligatorische Besuch des Prinzenpaares (Sascha und Jenny Jerges) vom Neunkircher Karnevalsausschuss mit ihrem Begleiter Clemens Thömmes wurde wie üblich mit netten Gastgeschenken honoriert. Für Prinz Sascha II. gab es neben amerikanischen Hosenträgern einen kleinen „Ersatzbozo“, für den Fall, dass dem Prinzen seine „Bozo“ genannte Regentenstabpuppe mal abhanden kommt – wie in der Vergangenheit schon passiert. Damit die Prinzessin auch mal „den Ton angeben kann“, schenkten ihr die Daaler ein grünes Tamburin.
In diesem Rahmen ehrte Ralf Beckhäuser drei verdiente Akteure des Vereins: Inge Heinrich, die aktiv in der Entengarde ist und Jennifer Stark, Mitglied der Garde. Beide sind seit elf Jahren bei den Daalern. Büttenrednerin Elke Rothhaar, die an diesem Abend, wie so oft, zur Höchstform auffuhr, ist seit 1989 dabei. „Jetzt siesche mol, wie alt isch schon binn!“, kommentierte sie kess ihre Ehrung und Beckhäuser konterte galant: „Elke, du haschd doch bestimmt mit 15 angefang.“
Im Bereich Gardetanz wurde viel geboten. Bei den Jugendmariechen Kimberly Gilges und Lisa Bastian und den Junioren-Mariechen Romina Groß und Nathalie Bungert waren tolle Fortschritte zu erkennen, was der Daaler-Vorsitzende ehrenvoll lobte. Auch die grün-weißen Tanzgarden boten ein perfektes Bild und präsentierten tolle Marschtänze. Fantasievoll und farbenfroh beeindruckten die Kostüme und Choreografien der Schautänze der Jugend- und Juniorengarde. Mit „Samstagnacht Fieber“ eroberte sich die Jugendgarde viel Beifall und auch der Schautanz „Zauberer von Oz“ der Junioren kam gut an. Die gemischte Showtanzgruppe „Wilde 13“ ließ in Muppet-Manier die Puppen tanzen. Die Aktivengarde verschlug es in den wilden Westen zu den Cowboys und Indianern. Mit einer „himmlischen Verführung“, in Anlehnung an den Film „Sister Act, begann das Männerballett sich langsam (nach einem Kostümwechsel) in spektakuläre Showeinlagen mit Hebefiguren hinein zu steigern. Einen starken Einstieg hatten die „Pretty Women“ der Entengarde, die vielleicht einen kleinen Moment zu früh aus ihren gut gepolsterten Omakostümen entflohen. Gerne hätte man sich noch ein wenig länger an dem schräg komischen Bild ergötzt.
Die Büttenreden kamen fast durchweg gut beim Publikum an. „Witzbold der Nation“ nennt sich Adolf Müller und tat natürlich das, was er am besten kann, nämlich Witze erzählen. Nachwuchstalent „Es Lienche“ (Pasquale Seger) fühlte sich zwar nicht als Hollywoodstar aber als Star der Daaler. „Als ob sie schon seit Jahrzehnten nix anneres mache würd“, bemerkte Beckhäuser anerkennend. So sicher wie sich Pasquale schon in der Bütt bewegt, wird sie dem Publikum in den nächsten Jahren sicher noch viel Freude bereiten. Wenn man wie die „zwei Butzweiber“ Elke Beckhäuser und Angelika Uentze angeblich schon bei der Oskarverleihung geputzt hat, weiß man so manches über Stars und Sternchen zu berichten und kann darüber prima lästern. Als skurrile „Luwis“, hatte Elke Rothhaar mit ihrer deftigen Art mal wieder die Lacher voll auf ihrer Seite. Als erfahrene Rednerin ist sie seit Jahren ein Garant für gute Stimmung. Elke Rothhaar begeisterte an diesem Abend noch ein zweites Mal mit ihrer Kollegin Heidi Schreiner, die sich ebenfalls schon lange in der Bütt zuhause fühlt. Wenn die beiden Frauen über das männliche Geschlecht lästern, müssen sogar die Männer lauthals mitlachen.
Ihre angeblich letzte Büttenrede hielt in dieser Session Brigitta Theis. Man mag es kaum glauben, denn sie hat es trotz ihrer 78 Jahre bisher noch fast jedes Jahr geschafft, einen Sketch oder eine Rede zu schreiben und aufzuführen. Seit 1950 steht sie schon auf der Bühne und hat mittlerweile viel gemacht. Als „Dr. Bourne“ widmete sie sich mal wieder ihrem Lieblingsmetier. Wenn nicht als Arzt, so kennt man sie auch als Koch, dem ständig Pannen passieren. Die Wehmut war ihr beim Abgang etwas anzumerken. Aber wer weiß, vielleicht taucht sie ja doch noch mal im nächsten Jahr auf der Bühne auf.
Für Schunkler und den musikalischen Stimmungspep sorgten die Kapelle „Klaus Kartes“ sowie in separaten Auftritten Wolfgang Heib und Niko Heib (alias „Angie“). Mit einem schönen bunten Finale verabschiedeten sich die Daaler beim Publikum, wobei auch etliche noch gerne in der Sektbar verblieben.
ug
Quelle: Stadtmagazin "es Heftche"

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